aachen-gewaltfrei-kampagnen.de

Alle Kampagnenentwürfe:

> Blickwinkel
> Stummfilm
> Weggucker
> Kinderreime
> Projektion
> Wachsende Gewalt
> Unter der Oberfläche
> Kreisende Gedanken
> In jedem vierten Haus
> Siehst du...?
> Farbspuren
> Gewalt im Verborgenen
> Spuren der Gewalt
> Gebrochene Versprechen
> Verletztes Spielzeug
> Versteckte Hilferufe
> Ein brenzliges Thema
> Erkennungsdienstliche Maßnahme
> Verbale Gewalt
> Tatort Zuhause
> Inszenierung
> Erkennen um zu handeln
> Famile Knet
> Gezeichnet

»AACHEN GEWALTFREI«

Konzeption und Gestaltung von Kampagnen gegen häusliche Gewalt. Kooperation der FH Aachen mit dem Fachausschuss Gewalt gegen Frauen des FrauenNetzWerkes Aachen e.V.


Häusliche Gewalt ist Alltag, in allen gesellschaftlichen Schichten und zu jeder Zeit. In den allermeisten Fällen sind Frauen und Kinder die Opfer. Die Formen häuslicher Gewalt sind vielfältig: Von Beschimpfungen über Nötigungen bis hin zur körperlichen Gewalt, in manchen Fällen sogar bis zur Tötung.
Die Opfer reden nicht oder erst sehr spät darüber. Zu groß ist die Scham und ist auch das gesellschaftliche Tabu, das diesem Thema anhaftet.

Studierende des Fachbereichs Gestaltung der FH Aachen haben sich unter der Leitung von Frau Prof. Ilka Helmig im vergangenen WS 2008/09 intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und zahlreiche Kampagnenmotive gegen häusliche Gewalt für den Fachausschuss entwickelt.

Anfang Februar 2009 hingen Motive der ersten von zwei ausgewählten Kampagnen an allen Aachener Litfaßsäulen, eine zweite Kampagne wird im März 2010 zu sehen sein. Über die auf den Plakaten genannte Webseite www.aachen-gewaltfrei.de sind zentral die Adressdaten von Beratungsstellen usw. abrufbar, sodass Betroffene schnell und diskret Kontakt aufnehmen können.

Alle im Kurs entstandenen Kampagnenentwürfe gibt es hier auf dieser Seite zu sehen. Zur Auswahl der einzelnen Kampagnen dient das Menü links.


Die Presse über »Aachen gewaltfrei«:

> Aachener Zeitung
> Aachener Zeitung online
> Klenkes online

Blickwinkel

 

(Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda)

Durch Gewalt Zuhause zerbricht die eigene kleine Welt, gerät aus den Fugen und steht Kopf. Gefühle wie Ohnmacht, Demütigung, Hilflosigkeit, Angst und Scham bestimmen das Leben der Betroffenen.
Um dieser schmerzlichen Situation zu entkommen, bedarf es fast immer professioneller Unterstützung. Doch mangels finanzieller Mittel kann oft nicht angemessen geholfen werden.

Der Betrachter des Bildes sieht durch die Perspektive des Opfers und ist so der Gewaltsituation mit ausgesetzt.
Dadurch wird die Schwere des Problems deutlich erfahrbar — über sie kann und darf man nicht hinwegsehen.

Keine Frage des Blickwinkels, lassen Sie uns helfen.

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Stummfilm

 

(Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda)

Häusliche Gewalt hinterlässt Betroffene meist sprachlos.
Geschwiegen wird aus Scham, Angst, Schuldgefühlen oder Abhängigkeiten.
Sich aus dieser Lage zu befreien und sein Leben zu ändern ist mit schweren Konflikten und Hindernissen verbunden. Scheinbar auswegslose Situationen sind ohne Hilfe nicht zu bewältigen.

Das Gestaltungsmittel der Stummfilmzwischentitel symbolisiert die mit dem Thema verbundene Sprachlosigkeit. Mit der Kampagne soll sensibel aber bestimmt auf das Problem aufmerksam gemacht und den Leidtragenden eine Stimme gegeben werden. Dies gibt den Anstoß für dringend notwendige Hilfsmaßnahmen.

Das Schweigen zu brechen ist der erste Schritt — an weiteren dürfen wir nicht sparen.

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Weggucker  

(Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda)

 

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Kinderreime  

(Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda)

 

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Projektion  

(Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda)

 

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Wachsende Gewalt  

(Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda)

 

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Unter der Oberfläche  

(Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda)

 

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Kreisende Gedanken  

(Anke Stöppel)

Liest man sich die Studien zur häuslichen Gewalt durch, so fallen einem direkt die hohen Opferzahlen auf. Es wird sofort deutlich, dass häusliche Gewalt kein kleines, zu vernachlässigendes Thema ist, sondern dass es uns alle betrifft. Die Statistiken zeigen außerdem, dass es sich bei den Opfern nicht nur um Frauen handelt, sondern dass auch viele Männer und Kinder betroffen sind.
Dem Betrachter des Bildes wird dies verdeutlicht, indem er ein Opfer sieht, dessen Gedanken um die in den Statistiken genannten Opferzahlen kreisen. Mögliche Opfer können sich mit der gezeigten Person identifizieren und merken »Ich bin nicht alleine mit der Situation«. Der unbeteiligte Betrachter wird darauf aufmerksam gemacht, wie häufig häusliche Gewalt auftritt und erkennt vielleicht in seinem Bekanntenkreis eine Person, die genauso verzweifelt ist, wie diejenigen auf den Plakaten.

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In jedem vierten Haus  

(Anke Stöppel)

Befasst man sich mit den Studien zur häuslichen Gewalt, so fallen die erschreckend hohen Zahlen der Betroffenen direkt ins Auge. Statistisch gesehen haben 25 % aller Frauen, die aktuell oder früher in einer Partnerschaft leben bzw. gelebt haben, körperliche oder sexuelle Gewalt (oder beides) durch einen Beziehungspartner erlebt.
Gezeichnete Häuser, von denen jedes vierte markiert ist, lassen diese abstrakte Zahl lebendig werden. Dem Betrachter wird dadurch deutlich, dass auch in seinem Umfeld häusliche Gewalt stattfindet.

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Siehst du...?  

(Julia Disser)

 

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Farbspuren  

(Julia Disser)

 

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Gewalt im Verborgenen  

(Frauke Vreden, Julia Koch)

Diese Kampagne will darauf hinweisen, dass ein Großteil der häuslichen Gewalttaten im Verborgenen bleiben. Der Betrachter soll erkennen, dass ein Kontakt mit Hilfsorganisationen ein erster Schritt gegen die Gewalt sein kann.

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Spuren der Gewalt  

(Frauke Vreden, Julia Koch)

Jede Gewalttat hinterlässt Verletzungen. Nicht nur körperliche, sondern auch seelische. Viele Menschen möchten begangene Taten ungeschehen machen.
Diese Kampagne will den Betrachter darauf aufmerksam machen, dass Gewalt tiefere Spuren hinterlässt, die nicht zu verwischen sind, und dass es Institutionen in Aachen gibt, die Opfern helfen der Gewalt zu entkommen.

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Gebrochene Versprechen  

(Frauke Vreden, Julia Koch)

Bei dieser Kampagne geht es darum, den Betrachter darauf hinzuweisen, dass die meisten Gewalttäter Wiederholungstäter sind. Betroffene, die häusliche Gewalt erleben, werden durch die Fotos aufgefordert sich Schutz und Hilfe zu suchen.

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Verletztes Spielzeug  

(Julia Schaubert)

 

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Versteckte Hilferufe  

(Julia Schuster)

In vielen Haushalten herrscht Gewalt, ohne das die Außenwelt etwas davon mitbekommt. Die Gewaltopfer versuchen oft sich durch verschlüsselte Botschaften bemerkbar zu machen. Dies geschieht meistens in Form von Beschwichtigungen oder durch Versuche sich auszudrücken, ohne das Problem direkt anzusprechen.
In meiner Kampagne möchte ich diese Botschaften näher beleuchten und die Außenwelt für diese versteckte Aussagen sensibilisieren.

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Ein brenzliges Thema  

(Kaya Öntas)

Die Gesellschaft weiß um die häusliche Gewalt, ist sich jedoch um deren Verbreitung und Schwere nicht bewusst. Ich wollte mit dieser
Kampagne das gesellschaftliche Problem in Zahlen ausdrücken.
Da dieses Thema brenzlig ist, habe ich einen entsprechenden Gegenstand zur Gestaltung benutzt.

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Erkennungsdienstliche Maßnahme

(Kaya Öntas)

Häusliche Gewalt fällt immer unter einen Straftatbestand und ist
stets zu bestrafen, darf nicht herunter gespielt werden. Daher sind die Täter jeden Geschlechts, Alters, ethnischer Herkunft, gesellschaftlicher Stellung etc. auch vor den Pranger zu stellen.
Insofern habe ich anstelle von Gesichtern eine polizeilich
vorgenommene Maßnahme zur Feststellung der Identität als
Vorführungsmethode gewählt.

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Verbale Gewalt  

(Bert Peters, Sebastian Kamp)

Verbale Gewalt ist der Ausgangspunkt häuslicher Gewalt.
Mit ihr beginnt eine Entwicklung, die über Handgreiflichkeiten bis zu Waffenanwendung führt. Außerdem ist die verbale Gewalt die Form der Gewalt, die von Außenstehenden früh bemerkt und angezeigt werden kann, beispielsweise bei ständigen lautstarken Auseinandersetzungen in der Nachbarwohnung.
Somit hat die Kampagne »Verbale Gewalt« einen präventiven Ansatz,
der die Gewaltentwicklung so früh wie möglich stoppen will und die Bevölkerung auf einen positiveren zwischenmenschlichen Umgang hinweist.

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Tatort Zuhause  

(Bert Peters, Sebastian Kamp)

Häusliche Gewalt findet hinter Mauern und verschlossenen Türen statt, sie ist deshalb trotz der Häufigkeit wenig in der Öffentlichkeit präsent.
In der Kampagne »Tatort Zuhause« werden die Tatorte plakativ in die Öffentlichkeit transferiert und somit für alle sichtbar. Dabei ermöglicht die Alltäglichkeit der Wohnräume und die Abwesenheit von Personen im Motiv, dass der Betrachter sich in die Situation hineinversetzen kann.

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Inszenierung  

(Isabella Majchrzak)

 

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Erkennen um zu handeln  

(Christina Schütz)

Die Formen der häuslichen Gewalt sind so vielseitig wie die Geschichten die dahinter stehen. Das macht das Erkennen einer Straftat schwierig.
Die Kampagne zeigt an prägnanten Situationen die Anzeichen häuslicher
Gewalt. Dabei spielen die Worte der Täter eine wichtige Rolle. Die Art wie gesprochen wird und die Wortwahl innerhalb der Kommunikation der Partnerschaft gelten als Anzeichen für häusliche Gewalt.

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Familie Knet  

(Sidonie Wacker)

 

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Gezeichnet  

(Matthias Himmel, Matthias Moll)

Das Thema »Häusliche Gewalt« ist äußerst vielschichtig, denn es werden Menschen aus allen Gesellschafts- und Altersgruppen, mit Gewalt jeglicher Art, im eigenen zu Hause konfrontiert. Außerdem gestaltet sich die Hilfeleistung häufig problematisch, da fehlende Mittel und Einsicht der Opfer die Situation erschweren.
Um flächendeckend Problemfelder zu kommunizieren, skizzieren wir möglichst viele verschiedene Ideen und erstellen anschließend ein passendes Kampagnen-Layout daraus.

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Impressum

 

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite:

Anna Burzywoda
Tel.: 0241 4095217
Mail: burzywoda [at] gmx [dot] de


Programmierung der Webseite:
Anna Burzywoda

Gestaltung und Konzeption der Kampagnen:
Bert Peters, Sebastian Kamp, Anke Stöppel, Christina Schütz, Isabella Majchrzak, Julia Schuster, Julia Schaubert, Julia Koch, Frauke Vreden, Julia Disser, Kaya Öntas, Annika Kuhn, Seren Sahin, Sandra Bürgel, Rebekka Apostolidis, Anna Burzywoda, Sidonie Wacker, Matthias Moll, Matthias Himmel.
Entstanden an der FH Aachen unter der Leitung von Professorin Ilka Helmig im Wintersemester 2008/2009.

Bildrechte:
Alle Bilder auf dieser Website sowie die darauf dargestellten Arbeiten sind alleiniges geistiges Eigentum der Fachhochschule Aachen.
Eine Nutzung dieser Bilder ist ausschließlich mit schriftlicher Einwilligung der Fachhochschule Aachen zulässig.

Fachhochschule Aachen
Fachbereich Gestaltung
Boxgraben 100
52064 Aachen
www2.design.fh-aachen.de

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